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Nils Heinrich "Erfrischend brutaler Humor" - Neue Westfälische Zeitung "Ein zarter verzweifelter Intellektueller" - Trottoir, Kleinkunstmagazin "Genauer und kritischer Beobachter seiner Umwelt. Schön böse." - Ruhr Nachrichten Bochum "Angenehm unaufgeregt" – Westfälische Rundschau "Charismatische Stimme, brilliante Rhetorik" - Kölner Rundschau "Rotzig frech und sehr vergnüglich…" - Rüsselsheimer Echo "Schöne Worte bemänteln grausame Tatsachen." - Sächsische Zeitung
Als ich ein FDJler war. "Mit halbautomatischen Waffen schossen wir auf Pappkameraden, die Westdeutsche darstellten. Wir schossen quasi auf unsere eigenen Westverwandten. Da braucht es schon einen kurzen Augenblick der Überwindung. Wenn man allerdings solche Westverwandten hatte wie ich, dann überlegte man nicht lange. Sondern hielt drauf und drückte ab. Nachdem man den Dauerfeuermodus eingestellt hatte." 40 Jahre graues Brot. Nur drei Fernsehprogramme, aber Fernsehverbot. Eine Provinzjugend zwischen Junger Gemeinde und staatlicher Wehrerziehung, evangelischem Posaunenchor und FDJ- Jugendtanz. Vollräusche mit Alkohol und Nikotin, aber ohne Drogen. "Wir hatten ja nichts – außer Bananen!" Und die gab es auch nur dann, wenn die Grenzmarine der DDR in der Ostsee einen Bananenfrachter gekapert und zum Anlegen im Rostocker Hafen gezwungen hatte. Unglaubliche Geschichten und mitreißende Lieder aus dem Land, das früher ‘Drüben’ hieß.
Die Abgründe des Nils Aus dem Weltall ist zwischen Polen und Frankreich ein größerer, grauer Fleck zu erkennen, hellbeige eingefärbt. Das ist Deutschland – das Land mit der weltweit größten Ressource an richtig alten Menschen. Mittendrin: Nils Heinrich, 37. Er hat keine Zukunft. Das weiß er aus der Zeitung. Als Rentner wird ihn keiner mehr finanzieren können. Die, die es könnten, sind ausgewandert, zum Beispiel in die Schweiz. Oder nach Österreich. Vielleicht soll er da ja auch bald hin. Oder aber anwesend bleiben und – wie ein Volksmusikmoderator – gute Laune unter denen verbreiten, die noch da sind. Ein Abend so schön wie ein reinigendes Gewitter. Zwei praktische Hälften, getrennt durch eine Pause. Gut gefüllt mit hitverdächtigen Liedern und brillanten Beobachtungen der kleinen Dinge des Lebens, die – durch Heinrichs Brille gesehen – zu großartigen Geschichten mutieren.
Veranstaltungskalender auf www.nils-heinrich.de
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